Der demographische Wandel und die Arbeitsmigration verändern Europa und die Schweiz. Gewinner gibt es kaum, und auch keine tragfähigen Zukunftsvisionen. Dabei stehen die grossen Umbrüche erst bevor. Analyse. Man spricht Deutsch in Schweizer Spitälern, Hochdeutsch. Das Schweizer Gesundheitswesen wäre ohne ausländische Fachkräfte längst nicht mehr organisierbar. Über 41 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte haben ihr Diplom im Ausland erworben. An einigen Spitälern liegt ihr Anteil weitaus höher. So am Universitätsspital Zürich, wo über 50 Prozent der Ärzteschaft aus dem Ausland stammt, viele davon aus Deutschland. Der «Ärzteklau» ist dabei nur das prominenteste Beispiel für das, was Ökonomen als «Import von Humankapital» bezeichnen. Die Schweiz kann viele offenen Stellen nur dank der Zuwanderung aus dem EU-Raum besetzen. Und das auf verschiedenen Ebenen: «Charakteristisch für die Schweiz ist ihre Fähigkeit, sowohl Führungskräfte wie auch ungelernte Arbeiter gleichzeitig anzuziehen – für …