Einen Laden am Sonntag extra eröffnen, Tickets für ein seit Monaten ausverkauftes Konzert besorgen oder einen Ferrari als Geburtstagsgeschenk einpacken. Das ist die Art von Aufgaben, die den Alltag der Concierges von Luxushotels bestimmen. Die Elite der Branche in der Schweiz, die «Clefs d’Or»-Concierges, hat sich bereit erklärt, einen Blick hinter die Kulissen ihres aussergewöhnlichen Alltags zu gewähren. Im Beau-Rivage, dem Flaggschiff der Genfer Luxushotels am rechten Ufer, regiert Raphaël Mathon-Goupil souverän hinter seinem Desk. Sein Motto? Keine Anfrage ist zu gross – vorausgesetzt, man hat das richtige Adressbuch. Und die Rechnung, die den Hotelgästen präsentiert wird? Sie kommt immer zuletzt. Zu seinen eindrücklichsten Erinnerungen zählt jene an einen Kunden aus dem Nahen Osten, dessen Privatjet auf dem Rollfeld des Flughafens Genf wartete und der abreisen wollte. Sein Wunsch vor dem Abflug: 120 Kilo Lachs einer bestimmten Herkunft sollten in den Frachtraum des Jets …