Frutigen und die giftigen Zündhölzer

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Frutigen und die giftigen Zündhölzer

Die Herstellung von Zündhölzern aus gelbem Phosphor brachte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Arbeit in das verarmte Frutigland. Es entwickelte sich eine Zündholzindustrie, die von Kinderarbeit und gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen geprägt war. Die schlimmste Folge: die Phosphornekrose, eine grausame Krankheit, die Kieferknochen zerfrass. Es war eine grosse Erleichterung des Alltags, als in den 1830er-Jahren «chemische» Zündhölzchen in den Handel kamen; das mühsame Hantieren mit Feuerstein und Zunder fand ein Ende. Einer der Pioniere war Jakob Friedrich Kammerer, ein deutscher Flüchtling, der 1839 in Zürich-Riesbach die erste Fabrik für «Phosphorhölzchen» in der Schweiz einrichtete. Die Zündhölzchen fanden guten Absatz und ihre Fabrikation verbreitete sich rasch. Es war eine Industrie, die wenig handwerkliches Geschick voraussetzte; allerdings war der Umgang mit giftigen Substanzen heikel und gefährdete die Gesundheit. Zündhölzchenfabriken entstanden deshalb vor …

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