James Baldwin hat in Leukerbad den Rassismus entschlüsselt

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18. März 2026

James Baldwin hat in Leukerbad den Rassismus entschlüsselt

In seinem Werk «Das Schweigen der Alpen» hat er eine der klarsten Analysen über den westlichen Rassismus erarbeitet. Hier fand der Schriftsteller und afroamerikanische Aktivist die Worte, um uns zu sagen, dass Rassismus kein Zufall ist, sondern ein Erbe. Und dass sich niemand – weder er selbst noch das Dorf, noch die Schweiz – wirklich als Unbeteiligter dieser Geschichte bezeichnen kann. James Baldwin (1924–1987) war eine der klarsten und radikalsten Stimmen des 20. Jahrhunderts. Als Schriftsteller, Essayist und Aktivist erzählte er Amerika aus einer unbequemen Position: der eines schwarzen, homosexuellen Manns, der in Harlem aufgewachsen war – in einem Land, das von ihm Dankbarkeit verlangte und ihn gleichzeitig ausschloss. Seine Bücher und öffentlichen Auftritte begleiteten die Kämpfe für Bürgerrechte und nahmen oft deren Sprache und Fragen vorweg. Baldwin führte keine Demonstrationszüge an, aber er verstand es, dem Konflikt Worte zu verleihen. Worte, die bis heute nachklingen.

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