Die Schweizer Landwirtschaft steht vor wichtigen politischen Weichenstellungen. Die Bauern halten dabei viele Trümpfe in der Hand. Selten war ihre Position so stark wie jetzt. Analyse. Guy Parmelin ist Weinbauer. Jetzt ist er Bundespräsident und möchte seine Position nutzen, „um bei der Bevölkerung mehr Verständnis für die Wirtschaft zu schaffen“, wie er sagt. Die Landwirtschaft hat das nicht einmal nötig. Konsequent lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung bereits in den letzten Jahren sämtliche Agrar-Initiativen ab, die strengere Regeln verlangten. 2021 verwarf sie zwei Initiativen für weniger Pestizide, 2022 sagte sie Nein zu einer Volksinitiative für weniger Massentierhaltung und 2024 Nein zu mehr Biodiversität. Angesichts der unberechenbaren Sicherheitslage in Europa gewinnt zudem eine krisensichere Selbstversorgung wieder an Bedeutung. Auch das hilft den Bauern. Grosser Einfluss, grosse Dossiers Der Zuspruch für die Landwirtschaft ist im Moment so gross, dass sich selbst die …