Seit diesem Januar erhebt die Europäische Union eine CO2-Abgabe auf importierte Waren wie Stahl und Zement, als Teil der umfassenden Neugestaltung grüner Handelsregeln. Der so genannte Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist eine erstmalig eingeführte Politik, die bereits jetzt Klimapraktiken weit über die EU hinaus verändert. Die Schweiz verfolgte gegenüber dem neuen CO2-Mechanismus der Europäischen Union (EU) bisher einen vorsichtigen Ansatz. Das Nicht-EU-Land ist vom CBAM ausgenommen, wird aber seine Position zu dieser Art von CO2-Abgabe in diesem Jahr neu bewerten. Entwicklungsländer warnen, dass das EU-System unfair sei. Und obwohl der CBAM bereits Wirkung zeigt, wird sein langfristiger Erfolg davon abhängen, ob er andere Länder dazu bewegen kann, eigene Systeme zur CO2-Bepreisung einzuführen. Was ist die CO2-Grenzabgabe der EU und wie funktioniert sie? Zunächst gilt die Abgabe für Zement, Eisen, Stahl, Aluminium, Strom und Wasserstoff, die in bestimmten Mengen in die EU …