Entwicklungsbanken werden wichtiger, angesichts der Kürzungen in der Auslandhilfe in westlichen Ländern wie den USA oder der Schweiz. Doch wie funktionieren sie und was erreichen sie für den Globalen Süden? Entwicklungsbanken sind von Staaten gegründete Genossenschaftsbanken. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung in anderen Staaten zu fördern – beispielsweise indem sie Infrastrukturprojekte über Darlehen mit günstigen Konditionen unterstützen. Angesichts der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit werden sie wichtiger. Seit wann gibt es Entwicklungsbanken? Historisch gesehen sind sie ein zentraler Bestandteil des multilateralen Systems. 1944, noch mitten im Zweiten Weltkrieg, gründeten die Delegierten von 44 Ländern an der Bretton-Woods-Konferenz neben dem Internationale Währungsfonds (IWF) zur Stabilisierung der Weltwirtschaft die erste Entwicklungsbank: die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Diese sollte den Wiederaufbau und die Stabilität Europas nach dem …