Ob Geld für die AHV, Atomkraftwerke oder Freihandel mit dem Mercosur: Die eidgenössischen Räte tun sich schwer mit den grossen Dossiers. Das bedeutet Verzögerungen und erhöht den Druck. Die Sommersession im Rückblick. Der Kompromiss ist ein alter Schweizer. Man mag ihn, weil er weise entscheidet. Und man sieht ihm an, wie es um die Schweizer Politik steht. Denn er lebt von dem, was Kontrahenten einander schenken. Ist der Kompromiss gross und breit, bedeutet das: Das Land ist ruhig, und die Parteien fühlen sich ihrer Sache sicher. Dann können alle aufeinander zugehen. Ist der Kompromiss hingegen klein und knochig, weist das auf Nervosität hin. Dann verharren die Parteien in ihren Positionen und gönnen dem Gegner nicht einmal den Dreck unter den Fingernägeln. Dann herrscht „Hickhack“. Das ist der Begriff, der die Sommersession 2026 prägte. Ob bei der Finanzierung der 13. AHV, beim Mercosur, bei der Frage nach neuen Schweizer AKWs oder beim Streit ums Ständemehr für die neuen …