Medikamentenhersteller finanzieren weltweit Informationskampagnen zum Thema Adipositas (Fettleibigkeit). Swissinfo geht der heiklen Frage nach, inwiefern Verbote für Arzneimittelwerbung noch durchsetzbar beziehungsweise relevant sind. Anfang März fiel mir eine digitale Werbetafel im Bahnhof des Flughafens Zürich ins Auge. Auf einem hellgrün-blauen Bildschirm standen nur ein paar wenige Worte: «Adipositas ist nicht Ihre Schuld», zusammen mit einem Website-Link, einem QR-Code und der Empfehlung, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sekunden später erschien auf der gleichen Tafel ein roter Bildschirm mit dem Logo des US-Unternehmens Eli Lilly, einem der beiden grössten Hersteller von Abnehmmitteln. Im Monat danach wurden ähnliche Werbungen in der französischsprachigen Schweiz geschaltet, von denen einige unmittelbar neben Anzeigen für McDonald’s platziert waren. Auch in anderen Ländern von Frankreich bis Indien sind von Unternehmen gesponserte Plakate, Fernsehwerbung und …