Läuft die Zeit von Swatch ab?

Im Ausland schwer erkrankt: Immer mehr Fälle beschäftigen das EDA
24. Juni 2026

Läuft die Zeit von Swatch ab?

Es kam zu chaotischen Szenen von New York über Zürich und Paris bis nach Tokio, als im Mai Sammler:innen und Wiederverkäufer:innen teils tagelang Schlange standen, um eine leuchtend bunte Plastiktaschenuhr zu kaufen. Schlägereien brachen aus, Geschäfte mussten schliessen. In mindestens einer Stadt setzte die Polizei Tränengas ein, um eine Menschenmenge aufzulösen, die versuchte, Royal Pop-Uhren, eine Kollaboration von Swatch und Audemars Piguet, zu ergattern. Der ungezügelte Kaufrausch bewies, dass nur wenige Unternehmen so perfekt Hypes kreieren können wie die Schweizer Swatch Group. Doch der weltgrösste Hersteller von Luxusuhren, dessen 16 Marken von 50-Dollar-Swatches (40 CHF) aus Kunststoff bis hin zu hochpreisigen Breguet-Uhren im Wert von Zehntausenden von Dollar reichen, steht vor einer der schwierigsten Phasen seiner Geschichte. Der Nettogewinn des Konzerns brach 2025 um fast 90% auf nur noch 25 Millionen Schweizer Franken ein, nachdem er im Vorjahr bereits um 75% gesunken war.

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